Dahlie
Dahlia
Die Dahlie (Dahlia) ist eine Knollenpflanze, die eine der längsten und spektakulärsten Blüten des Sommergartens bietet, von Juli bis zu den ersten Herbstfrösten. Ihr Schwachpunkt in unserem Klima: sie ist ausgesprochen frostempfindlich. Der geringste Frost zerstört die im Boden gebliebenen Knollen. In der Gegend um Herve gilt daher eine klare Regel, man pflanzt nach Mitte Mai, sobald die Fröste vorbei sind, und man gräbt die Knollen im Herbst aus, um sie den ganzen Winter über trocken und frostfrei zu lagern.
Standort und Licht
Die Dahlie verlangt volle Sonne. Gib ihr den hellsten und wärmsten Platz im Garten, mit mindestens sechs Stunden direkter Sonne am Tag. Das ist die Voraussetzung für eine reiche Blüte und schön aufrechte Stängel.
Im Schatten oder in einer zu kühlen Ecke schießt sie in die Höhe, blüht spärlich und legt sich nieder. Ein offener, luftiger Standort hilft auch, den Echten Mehltau einzudämmen, der sich in unserem feuchten Klima gegen Ende der Saison gern einnistet.
Gießen
Das ist eine während des ganzen Wachstums wasserhungrige Pflanze. Gieße von Juni bis September regelmäßig und reichlich, vor allem bei heißem, trockenem Wetter, und ziele auf den Fuß statt auf das Laub. Eine Dahlie mit Wassermangel verlangsamt ihre Blüte und bildet kleinere Blüten.
Vorsicht jedoch ganz am Anfang, direkt nach dem Pflanzen: die frisch gesetzte Knolle fault leicht, wenn sie in kalter Nässe steht. Gieße mäßig, bis die ersten Triebe erscheinen, und geh dann zu einem großzügigeren Regime über, sobald die Pflanze wirklich loslegt.
Boden und Umtopfen
Die Dahlie will einen reichen, tiefgründigen Boden, gut bearbeitet und vor allem gut durchlässig. Reichere die Pflanzstelle mit reifem Kompost oder gut verrottetem Mist an, sie hat großen Bedarf, um eine monatelange Blüte zu tragen.
Die Drainage ist entscheidend, besonders für Knollen, die man in den seltenen Ecken im Boden lässt, wo das versucht wird. Auf den schweren Böden der Gegend um Herve lockerst du mit Kompost und grobem Sand, oder du pflanzt auf einem kleinen Hügel, um die übermäßige Feuchtigkeit von der Knolle fernzuhalten.
Temperatur und Luftfeuchtigkeit
Der kritische Punkt. Die Dahlie ist eine Pflanze der mexikanischen Hochebenen, sie mag Wärme und verträgt keinen Frost. Die draußen gelassene Knolle wird zerstört, sobald der Boden gefriert, und das Laub wird beim ersten Herbstfrost schwarz.
Im Klima von Herve steckt das den Kalender an beiden Enden ab: man pflanzt erst nach Mitte Mai, wenn jede Frostgefahr vorbei ist, und man gräbt im Herbst aus, sobald der erste Frost das Laub geschwärzt hat. Dazwischen nutzt sie unsere milden Sommer voll aus, sofern sie Sonne und Wasser hat.
Schnitt und Pflege
Zwei Handgriffe verlängern und verdichten die Blüte. Kneife den Haupttrieb über dem dritten oder vierten Blattpaar aus, wenn die junge Pflanze 30 bis 40 cm hoch ist: sie verzweigt sich dann und gibt viel mehr Blüten. Entferne anschließend regelmäßig das Verblühte, indem du den Stängel bis zur ersten Knospe oder zu einem Blatt zurückschneidest, um die Produktion bis zu den Frösten am Laufen zu halten.
Die großen Sorten, vor allem die großblütigen Dahlien, haben schwere Stängel, die bei Wind und Regen brechen. Setze schon beim Pflanzen einen festen Stab, bevor sich der Horst entwickelt, und binde die Stängel im Laufe ihres Wachstums an.
Krankheiten und Schädlinge
Nacktschnecken und Schnecken sind der erste Feind, gefürchtet im Frühjahr an den zarten jungen Trieben, die sie beim Austrieb aus dem Boden in einer einzigen Nacht fressen können. Beobachte in diesem Stadium genau, schütze die jungen Pflanzen und sammle sie abends nach dem Regen ab.
Gegen Ende der Saison tritt oft Echter Mehltau auf, ein weißer Belag auf den Blättern, begünstigt durch die Feuchtigkeit und die Temperaturschwankungen des Spätherbstes. Lichte die Horste gut aus, gieße am Fuß und entferne befallene Blätter. Auch Blattläuse können die jungen Triebe und Knospen besiedeln, im Frühsommer im Blick zu behalten.
Vermehrung
Die Teilung der Knollen im Frühjahr ist die einfachste Methode. Nach der Überwinterung, um April herum, teilst du den Wurzelstock in Stücke, die jeweils ein Stück Wurzelhals mit mindestens einer sichtbaren Knospe (einem Auge) tragen, denn von dort geht der neue Stängel aus. Ein Stück ohne Auge bringt nichts.
Die Stecklingsvermehrung ist möglich, um eine schöne Sorte zu vermehren: treibe eine Knolle im März warm an und nimm die jungen Triebe von 5 bis 8 cm zum Bewurzeln. Die Aussaat gibt es auch, sie gibt die Sorten aber nicht sortenecht wieder, sie ist vor allem den Zwergdahlien aus Mischungen vorbehalten.
Der lokale Tipp
In Belgien (Klima von Herve, Zone 8a)
In der Gegend um Herve wird die Dahlie im Takt eines genauen Zyklus kultiviert, den man einhalten muss. Man pflanzt die Knollen erst nach Mitte Mai, sobald jede Frostgefahr gebannt ist. Manche treiben sie im April drinnen warm im Topf an, um einen Vorsprung zu gewinnen und früher zu blühen, und pflanzen sie dann Mitte Mai in den Garten aus.
Im Herbst spielt sich alles umgekehrt ab. Sobald der erste Frost das Laub geschwärzt hat, schneidet man die Stängel, gräbt die Knollen aus, säubert sie von ihrer Erde und lässt sie einige Tage abtrocknen. Danach lagert man sie den ganzen Winter über trocken und frostfrei, in einem Keller oder einer Garage, in einer Steige mit Torf oder trockenem Sand, damit sie weder austrocknen noch faulen. Im folgenden Frühjahr sortiert man, teilt bei Bedarf und pflanzt wieder. In milden, sehr gut durchlässigen Ecken versuchen manche, sie unter einem dicken Mulch im Boden zu lassen, aber das ist bei uns riskant: ein feuchter Winter und ein echter Frost reichen, um den Wurzelstock zu verlieren. Das Ausgraben bleibt in der Region die sichere Methode.
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Meine Pflanze identifizierenPflegekalender Monat für Monat
| Januar | Die Knollen schlafen im Keller oder in der Garage, trocken und frostfrei. Kontrolliere sie ab und zu und wirf jene weg, die weich werden oder schimmeln. Blättere in den Katalogen, um die Sorten auszuwählen. |
|---|---|
| Februar | Weiterhin in der Überwinterung. Prüfe, dass der Torf oder Sand zur Lagerung trocken bleibt. Bestelle neue Knollen, wenn du die Sammlung ergänzt. |
| März | Man kann die Knollen drinnen warm antreiben, im Topf kaum mit Erde bedeckt, um die Blüte vorzuziehen. Es ist auch der Moment, um Stecklinge von den austreibenden Trieben zu nehmen. |
| April | Setze das warme Antreiben fort. Teile die großen Wurzelstöcke in Stücke, die jeweils ein sichtbares Auge tragen. Bring nichts in den Garten, nachts friert es noch. |
| Mai | Härte die früh angetriebenen Pflanzen ab, indem du sie tagsüber nach draußen stellst. Pflanzung im Garten erst nach Mitte Mai, wenn die Fröste vorbei sind. Setze den Stab schon beim Pflanzen. Schütze die jungen Triebe vor Nacktschnecken. |
| Juni | Die Pflanze legt los. Kneife den Haupttrieb aus, damit er sich verzweigt. Geh zu großzügigerem Gießen über und beobachte Nacktschnecken und Blattläuse an den zarten Trieben. |
| Juli | Beginn der großen Blüte. Gieße bei heißem Wetter reichlich, gib einen kaliumreichen Dünger. Binde die Stängel an den Stab und entferne die ersten verblühten Blüten. |
| August | Volle Blüte, der Höhepunkt der Saison. Gieße, dünge und entferne weiter Verblühtes, um die Produktion ohne Unterlass anzukurbeln. Schneide bedenkenlos Sträuße, das regt die Pflanze an. |
| September | Die Blüte bleibt üppig. Achte auf den Echten Mehltau, der mit der Feuchtigkeit des Spätherbstes auftritt, lichte aus und entferne befallene Blätter. Genieße noch die Blüten. |
| Oktober | Blüte bis zu den ersten Frösten. Sobald der Frost das Laub geschwärzt hat, schneide die Stängel, grabe die Knollen aus, säubere sie und lass sie einige Tage geschützt abtrocknen. |
| November | Hol die gut abgetrockneten Knollen in den Keller oder die Garage, in eine Steige mit Torf oder trockenem Sand, trocken und frostfrei. Beschrifte die Sorten, damit du dich zurechtfindest. |
| Dezember | Ruhe. Die Knollen überwintern geschützt vor Frost. Wirf ohne Zögern jene weg, die faulen, damit sie die anderen nicht anstecken. Träume schon von den Beeten des nächsten Jahres. |
Die Tipps von Green Hub
- Pflanze in der Gegend um Herve nie vor Mitte Mai: die Dahlie ist frostempfindlich und der geringste Spätfrost zerstört die Knolle.
- Warte im Herbst, bis der Frost das Laub geschwärzt hat, grabe dann die Knollen aus, säubere sie und lagere sie trocken und frostfrei in einer Steige mit Torf oder trockenem Sand.
- Kneife den Haupttrieb aus, wenn die Pflanze 30 bis 40 cm hoch ist: du bekommst einen verzweigten Horst und viel mehr Blüten.
- Entferne Verblühtes fortlaufend, die Blüte legt wieder los und hält bis zu den Frösten an.
- Setze den Stab schon beim Pflanzen und schütze die jungen Triebe vor Nacktschnecken, die im Frühjahr gierig auf Dahlien sind.
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